Der Kubus fungiert als begehbares, mobiles Kunstwerk, welches Raum nicht nur darstellt. Er thematisiert stets den Ort, an dem er steht, und reagiert auf dessen soziale, architektonische und atmosphärische Bedingungen.
Als geschlossene geometrische Form, mit Stoff umspannt und in einer Höhe von einem Meter über dem Boden positioniert, wird er physisch erfahrbar, wenn sich die Betrachtenden durch einen der drei Schlitze im Boden des Kubus begeben.
Bei Tag spielt die Sonne mit Licht und Schatten, in der Nacht leuchtet der Kubus von innen und wird zum Lichtobjekt.
Der Kubus ist eine räumliche Setzung. Als geschlossene geometrische Form, mit Stoff umspannt, in einer Höhe von einem Meter über dem Boden positioniert, entzieht er sich der Selbstverständlichkeit des Umgebungsraums und markiert eine bewusste Differenz. Der Zugang über den geschlitzten Boden verschiebt etablierte Bewegungs- und Wahrnehmungsmuster.
In seiner klaren Form steht der Kubus im Kontrast zum jeweiligen Kontext, zugleich ist er untrennbar an diesen gebunden. Als mobiles Objekt kann er an unterschiedliche Orte versetzt und in wechselnde künstlerische, soziale und architektonische Zusammenhänge eingebettet werden. Jeder Ortswechsel aktualisiert den Kubus neu und macht ihn zu einem Instrument der Kontextbefragung.
Der Innenraum fungiert als konzentrierter Wahrnehmungsraum. Die Begrenzung erzeugt Offenheit für Assoziationen, Reflexion und situative Erfahrung. Der Kubus ist kein neutraler Raum, sondern ein relationaler: Er entsteht im Zusammenspiel von Körper, Ort, Bewegung und Wahrnehmung und thematisiert stets den Raum, in dem er positioniert ist.
Der Kubus ist ein mobiles, interdisziplinäres Kunstprojekt und fungiert als Plattform für kollaborative, ortsbezogene künstlerische Prozesse. Kunstschaffende unterschiedlicher
Disziplinen entwickeln gemeinsam temporäre Interventionen, Performances und Vermittlungsformate, wobei Autor:innenschaft als geteilter, prozessualer Vorgang
verstanden wird. Der Kubus fördert kulturelle Teilhabe, aktiviert verschiedene Orte und verbindet künstlerische Praxis mit lokalen Kontexten.
Der Kubus von Michelle Mohr und Eva Fabian ist ein schwebender Raum: ein großer Kubus, in den wir mit dem Oberkörper hineinschlüpfen können. Mit einem Teil des Körpers im „Innenraum“ und mit den Füßen im „Außenraum“ wird das Dazwischen physisch erfahrbar.
Bald gibt es Neuigkeiten. Wir informieren an dieser Stelle über kommende Aktionen und Ausstellungen.